Der Konflikt in Palästina ist bereits mehr als 100 Jahre alt und hat viele Wurzeln. Der europäische Antisemitismus, Siedlerbewegungen, die Zionistische Bewegung, das NS-Regime, der zweite Weltkrieg, die Shoa und ihre Folgen sowie auch der kalte Krieg und sein Ende, der Kolonialismus sowie religiöse Motivationen und vieles mehr trug dazu bei, dass der Konflikt im „heiligen Land“ einen geradezu endlosen Verlauf nahm und seine Befriedung und Lösung ein scheinbar beinahe unlösbares Problem darstellen. Auch der aktuelle Krieg im Gaza-Streifen reiht sich in diese Vorgeschichte ein. Er stellt sowohl mit seiner Beginn durch das größte Pogrom/Massaker an der jüdischen Zivilbevölkerung seit der Shoa durch die Hamas-Kämpfer*innen und ihre Verbündeten als auch mit seinen entsetzlichen Menschenrechtsverletzungen gegen die palästinensische Zivilbevölkerung begangen durch die israelische Armee einen neuen Höhepunkt des Konflikts dar. Die Rolle der Nachbarstaaten wie auch der Unterstützer*innen der rechtsradikalen israelischen Regierung darf dabei nicht übersehen werden. In diesem zweiteiligen Online-Seminar wollen wir versuchen die komplexe Geschichte zu entfalten, Akteur*innen und ihre Interessen sichtbar zu machen und das Dilemma der Zivilbevölkerung, der Friedensbewegung und auch deutscher Solidaritätsbewegung beleuchten.
Seminarleitung: Dipl. Pol. Jens Herrmann
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Der Israel-Palästina-Konflikt – Die aktuellen Entwicklungen und die schwindenden Chancen auf einen nachhaltigen und gerechten Frieden
